NO NAME (GOD)

12.–14.6.2026
Citykirche Zürich

Musiktheater von
und Michael Wertmüller

Exzellente Zürcher Musikerinnen und Musiker, zwei Chöre, vier Geflüchtete, das renommierte Berliner Opernkollektiv Novoflot und die uralte Frage nach der Existenz Gottes: Herzlich willkommen bei NO NAME (GOD)! Der augenzwinkernde Titel – NO NAME als Ankündigung einer Position, die noch zu definieren ist – lädt ein zu einer Pilgerreise, bei der das Publikum nicht nur dabei, sondern Teil der Bewegung ist. Die vielschichtige Collage aus Neukompositionen von Michael Wertmüller und musikalischen Fragmenten ist frei begeh- und intensiv erfahrbar. Gedanken bekommen Rhythmus. Perspektiven verschieben sich. Zwischen existenzieller Suche und der Ankündigung eines Gottes ohne Namen öffnet sich ein weiter Resonanzraum. Erforschen Sie ihn. Wieder und wieder und wieder …

Fr 12.6.

zwischen 19:00 und 22:00 (flexibler Eintritt)
Citykirche Offener St. Jakob
Stauffacherstrasse 34, 8004 Zürich

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Sa 13.6.

zwischen 19:00 und 22:00 (flexibler Eintritt)
Citykirche Offener St. Jakob
Stauffacherstrasse 34, 8004 Zürich

18:30 Werkeinführung und Publikumsgespräch mit Regisseur Sven Holm

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So 14.6.

zwischen 19:00 und 22:00 (flexibler Eintritt)
Citykirche Offener St. Jakob
Stauffacherstrasse 34, 8004 Zürich

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Zum Stueck

Was ist das Besondere an eurer Inszenierungsstruktur?

Unsere Inszenierung beginnt um 19 h und endet um 22 h. Innerhalb dieses Zeitraums ist die Aufführung frei begehbar. Wir inszenieren eine kreisförmige Pilgerbewegung, in der das Publikum Beginn und Ende des Aufführungsbesuchs frei entscheiden kann. Eine Pilgerreise ist ja normalerweise gekennzeichnet von einem klaren Beginn, danach geht die Wegstrecke weiter zu einem definierten Ziel. Unser Musiktheater begreift den Weg als Ziel und findet im Loop statt, der jeweils ca. 70 Minuten dauert. Die Zuschauenden können in dieser musiktheatralen Pilgerreise die Verweildauern selbst steuern und erleben in ihrer Bewegung von Station zu Station ihren individuellen Opernbesuch.

Teil eures Ensembles sind auch einige Geflüchtete. Wie kommt es dazu?

Unsere Inszenierung integriert Orgel- und Chorsound, Ekstase und Introspektion, Wertmüllersche Kompositionspower, aber auch Stille und Versenkung. In unserem Verständnis gehören zu dieser musikalischen Pilgerspur auch Musikstile aus unterschiedlichen Kulturen von Menschen, die ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft sind. Alle menschlichen Gesellschaften sind letztlich durch Fluchtbewegungen entstanden. Flucht verstehen wir hier als eine Form des Pilgerns und als selbstverständliche gesellschaftliche Bewegung, die nie aufhören wird. In unserem internationalen und heterogenen Ensemble suchen wir nach unentdeckten Potentialen des Miteinanders, versuchen, diese in das musikalische work in progress von NO NAME (GOD) zu integrieren.

Was ist euer Bezug zur Citykirche, warum dort eine Opernaufführung?

Wir arbeiten an unterschiedlichsten Opernprojekten mit denkbar gegensätzlichen Themenfeldern und Koproduzent:innen. Konzert- und Produktionshäuser, Festivals, Stadttheater oder Museen sind die Orte und Kontexte für diese Projekte, mit deren Ausrichtung und Inhalten wir versuchen, gesellschaftliches Miteinander, künstlerisches Erfinden und musiktheatrale Produktionsweisen miteinander zu verbinden. Dabei spielt die Ortsbezogenheit unserer Projekte eine sehr wichtige Rolle. Das offene Konzept der Citykirche und die Beschäftigung mit ihrer Geschichte hat unsere dramaturgische Konzeption geprägt und dazu inspiriert, den musikalischen Rahmen von Kirchenarchitekturen, hier skizziert durch Orgel und Chor zu erweitern. Gospel und Free-Jazz, aber auch Tanz und Operngesang werden so zu selbstverständlichen Bausteinen eines Musiktheaters, das individuell für diese Kirche entsteht.

Eine Aufführung, die unter die Haut geht und gleichzeitig viele Fragen aufwirft.

journal-b.ch

ein Rausch aus gefühlten Tönen

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Musiktheater (…) das zugleich tief in der Tradition verwurzelt und radikal gegen sie gerichtet ist

Theater der Zeit

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